Travel Thoughts: Hundstage

Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres, warum steht in der Überschrift also Hundstage? Ganz einfach, weil wir in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit unserem Vierbeiner in den Urlaub fahren werden. An den Gardasee. Ein Rudelurlaub sozusagen.

Vom Aufwand her ist das fast ein bisschen so, als würde ich mit einem Kleinkind verreisen wollen – was dem einen sein Schnuffeltuch ist dem andern das quietschende Gummihuhn. Wer’s halbwegs einfach haben will, in Deutschland – gerade an der Nord- und Ostsee –  ist Urlaub mit Hund ja mittlerweile recht salonfähig und dank der Ferienwohnungskultur in Norddeutschland auch relativ unkompliziert geworden.

Das Seepferdchen hat Lucy schon, der Gardasee sollte kein Problem mehr sein.
Das Seepferdchen hat Lucy schon, der Gardasee sollte kein Problem mehr sein.

Südeuropa ist da schon etwas komplizierter. Neben Eurotierpass, Chip und Impfung gehört nämlich auch das Anti-Sandfloh-Mittelchen und der Maulkorb ins Hunde-Handgepäck (unabhängig davon ob man für seinen Fifi einen Führerschein braucht oder nicht). Dass man sich besser an die ländereigenen Regularien hält hat jüngst ja erst Johnny Depp, bzw. seine beiden Terrier leidvoll erfahren müssen. Merke: es ist keine gute Idee seine Hunde ohne Einreiseerlaubnis wahlweise in eine komplett verglaste australische Villa (hier muss man nicht bei der NSA arbeiten um spitz zu kriegen, dass sich Hunde im Haus befinden) oder ans Set eines Blockbusters mit zu nehmen…irgendeiner petzt am Ende immer!

Auch Italien hat ein paar Besonderheiten, die man im Auge behalten muss. Dort darf die Leine z.B. nicht länger als 1,5m sein, dafür bekommt Bello in der italienischen Privatbahn sogar ein eigenes Deckchen. Das kommt dann noch on top zu den Bergen an Krimskrams, die man ohnehin schon wie ein Sherpa ohne Alpaca hinter seinem Hund herschleppen darf. Gewichtsmäßig schlägt hier natürlich das Futter am meisten zu Buche, denn wer glaubt Hundefutter gibt es doch in jedem Land, der hat noch nie mit dem empfindlichen Magen eines Junghundes zu tun gehabt. Teppich Olga (Ich) kann da ein (Klage)Lied davon singen. Wer also vermeiden möchte halbverdaute Brecki di Cane vom Sofa der Ferienwohnung zu schrubben, der bringt sein Futter lieber selber mit.

Wie gut, dass wir als Schwaben ohnehin mit der Tupperdose groß geworden sind…(und falls doch mal was daneben geht, das mit dem Putzen haben wir ja auch irgendwie erfunden).

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